Großer Konzeptworkshop

Endlich ist unser Konzept so gut wie fertig. Am Montag, den 30.12.2013 traf sich das Team zu einem Workshop (und einem ausgedehnten Frühstück). Zunächst wurden einige strittige Punkte wie zum Beispiel die Inklusion in einer gemeinsamen Runde besprochen. Da seit März 2009 die UN-Konvention für Rechte von Menschen mit Behinderungen verbindliches Recht in Deutschland ist, ist diese Thematik in das öffentliche Interesse gerückt. Wir setzten fest, dass wir unter dem Begriff nicht nur die Einbeziehung von Kindern mit Förderbedarf, sondern auch von Kindern mit den unterschiedlichsten Hintergründen (soziale Benachteiligung, Migration) verstehen.

Nachdem das Thema geklärt war, fanden wir uns jeweils in Zweierteams zusammen, um die einzelnen Konzeptpunkte zu überarbeiten. So wurden beispielsweise noch einmal die Themen „Selbstbestimmung und Individualität“, „Kulturtechniken“, „Ebenen des demokratischen Schullebens“ oder „Finanzierung“ genauestens besprochen und festgehalten. Nach etwa drei Stunden wurden im Gesamtteam die Endergebnisse zusammengetragen. Klärungsbedarf gibt es jetzt nur noch in dem ein oder anderen Detail, aber im Großen und Ganzen steht das Konzept und kann hoffentlich bald gelayoutet und dann bei allen relevanten Instanzen eingereicht werden.

Die ersten Schritte

Im März 2013 waren wir uns einig: Wir gründen unsere eigene Schule. Einige von uns hatten bereits das Referendariat abgeschlossen und arbeiteten aushilfsweise in staatlichen Schulen. Hier wurde uns einmal mehr bewusst, dass sich etwas tun muss.

Sehr schnell fanden sich Interessenten in unserem Freundeskreis und auch drum herum. Ein Kern von etwa sechs Leuten (Lehrer, Erzieher, Heilpädagogen und Studenten) setzte sich zusammen, besprach die Idee der Schulgründung und setzte sich diese zum Ziel. Dass es eine freie demokratische Schule werden soll, stand von vornherein fest, da sich jeder am Projekt Interessierte voll und ganz mit diesem Konzept identifizieren konnte. Da sich einige mehr, andere weniger bereits mit der Thematik befasst hatte, wurde nun erstmal gelesen, recherchiert und nachgeforscht. Es wurden begeistert Konzepte und Homepages bereits bestehender demokratische Schulen durchforstet und eine Internetplattform eingerichtet, die uns zum Austausch dienen sollte, erste AGs gegründet.

Aber das war natürlich nur der Anfang. Bei den ersten Teamsitzungen gab es also erstmal nur Grundlegendes zu klären: Wer würde gerne in welchem Bereich mitarbeiten (z.B. Finanzen, Konzept, Inklusion usw.)? Wie stellen wir uns das Ganze vor? Ein Konzept musste also her.

Und so setzten sich zwei von uns an dem ein oder anderen Nachmittag zusammen und fingen an, das Skelett für unser Konzept zu erstellen. Nun hatten wir zumindest ein Gerüst, an dem sich die ganze Gruppe orientieren konnte. Änderungen, Ergänzungen und Streichungen standen und stehen selbstverständlich offen.